Vorgangsnummer: 2026/202
Kurzzusammenfassung
In der Vorlage zum Jahresabschluss 2022 des Eigenbetriebs Stadtforst Goslar wird das finanzielle Ergebnis und die Vermögenslage umfassend dargestellt. Der Jahresüberschuss beträgt 1.179.261,48 EUR, was deutlich besser ist als ursprünglich geplant. Die Holzverkäufe trugen wesentlich zu diesem positiven Ergebnis bei, insbesondere aufgrund der steigenden Holzpreise und der Bewirtschaftung von Kalamitätsholz. Insgesamt wurden 65.740 Festmeter Holz ohne Rinde erfasst, was einer Überausbeutung der Hiebssatzvorgaben entspricht. Die finanziellen Mittel sind notwendig, um frühere Verluste abzubauen, da der Eigenbetrieb zuvor negative Jahresergebnisse verzeichnete. Die Eigenkapitalposition umfasst ein Stammkapital von 14.000.000 EUR sowie allgemeine Rücklagen von 20.834.084,94 EUR. Zudem sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 2.049.128,45 EUR ausgewiesen. Trotz des positiven Ergebnisses bleibt die Situation bezüglich der Borkenkäferkalamität eine Herausforderung, die sich auf zukünftige Erträge auswirken könnte. Die Stadtforst plant eine Neubewertung des Waldvermögens in den kommenden Jahren. Für Bürgerinnen und Bürger könnte das positive Ergebnis mehr Investitionen in den Wald und die Infrastruktur bedeuten, jedoch sind die langfristigen Auswirkungen der Kalamität noch unklar. Insgesamt ist die Vorlage informativ, doch einige Punkte bezüglich der wesentlichen Herausforderungen und Nachfolgekosten bleiben offen.
Warum ist das wichtig?
Das positive Ergebnis könnte zu mehr Investitionen in den Wald und die Pflege der Infrastruktur führen, jedoch bleibt die langfristige Belastung durch die Borkenkäferkalamität ungewiss.
Fakten zur Vorlage
- Vorgangsnummer: 2026/202
- Thema: Jahresabschluss 2022 des Eigenbetriebs Stadtforst Goslar
- Betroffene: Stadtforst Goslar, Stadtverwaltung, Bürgerinnen und Bürger
- Kosten/Haushalt: Es wurden keine neuen Investitionszuschüsse im Jahr 2022 gezahlt und die Ausgaben müssen die Rückstellungen für Pensionen von 2.049.128,45 EUR abdecken.
Offene Fragen
- Zeitplan und Methodik für die geplante Neubewertung des Waldvermögens nicht genannt
- Konkrete Maßnahmen gegen die Borkenkäferkalamität und Kostenabschätzung fehlen
- Verwendung des Jahresüberschusses zur Sanierung früherer Verluste oder für Investitionen ist nicht detailliert
- Kompensation für die Überschreitung der Hiebssatzvorgaben und Folgen für Waldbewirtschaftung unklar
Unsicherheiten
- Die langfristigen Auswirkungen der Borkenkäferkalamität sind unklar.
- Fraglich bleibt, wie die positiven Ergebnisse langfristig gesichert werden können.
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